• Keikokai (Workshop) in Bonn,
10. bis 11. Oktober 2026
• Keikokai (Workshop) in Pforzheim,
2. August 2026
• Koshukai (Lehrgang) mit Yabuki Soke in Brüssel, 8. bis 10. Mai 2026
Der Name Onoha Ittō-ryū kann übersetzt werden mit „Schule des Einen Schwertes (Ittō-ryū) in der Ono-Tradition“ (Onoha).
Ittō-ryū meint nicht – wie häufig missinterpretiert – die bloße Nutzung eines einzelnen Schwertes im Kampf; dies im Gegensatz zur gleichzeitigen Verwendung zweier Schwerter. Die eigentliche Bedeutung ist weitaus tiefgründiger und abstrakter Natur.
Im Denken des mittelalterlichen Japan war die Zahl Null gänzlich unbekannt. Als erste Ziffer des numerischen Systems galt die Eins. Das „Eine“ wurde als Anfangspunkt und als Ursprung von Allem
betrachtet; zugleich wurde das „Eine“ als Endpunkt und als höchstes Letztes betrachtet. Dieser Logik folgend, kann sich alles, was im „Einen“ gründet, auf unterschiedliche Weise entfalten. Wenngleich
das „Eine“ die unterschiedlichsten Erscheinungsformen hervorbringt, so hat dennoch alles seinen Ursprung im „Einen“ und kehrt naturgemäß dorthin zurück. Auf dem Fundament der philosophischen
Grundidee ittō sunawachi bantō entwickelte Ittōsai seine Stilrichtung und bezeichnete sie als „Schule des Einen Schwertes“.
Die Idee des „Einen Schwertes“ bzw. des „Einen Schwertstreichs“ zeigt sich besonders deutlich in der zentralen Kampftechnik der Schule, dem kiri-otoshi genannten „Niederschnitt“. Jeder Übende der Onoha Ittō-ryū beginnt das Training mit kiri-otoshi und kehrt in seinem Verlauf wieder dorthin zurück. Auf diese Weise gerät der Anfangspunkt des Übungsweges zum Endpunkt desselben.